Co-Founder Martin Gadient im Portrait

Co-Founder Martin Gadient im Portrait

Martin Gadient, der in einem kleinen Weiler in der Gemeinde Fischingen TG aufgewachsen ist, hatte schon in der Lehre ersten Kontakt mit automatisierten Systemen. Zusammen mit Co-Founder Armin Koller absolvierte er die Ausbildung zum Polymechaniker mit Fachrichtung Automation. Nach der Berufsmatur sammelte er Erfahrungen als Servicetechniker, wobei er Kunden auf der ganzen Welt betreute und fast alle Kontinente bereisen durfte. Nach drei spannenden, lehrreichen Jahren und über 50 Länder später verspürte er einen neuen Wissenshunger und das Bedürfnis nach etwas mehr Kontinuität. Das Interesse für Mechanik hatte ihn bereits auf dem elterlichen Bauernhof gepackt, denn jede Maschine erleichterte die mühsame Handarbeit immens. Und so kam es, dass Maga – wie ihn seine Freunde nennen – sein Studium in Maschinenbau an der Interstaatlichen Hochschule für Technik in Buchs (heute OST) in Angriff nahm. Schon Armin Koller hatte an der NTB studiert und ihm diese empfohlen. Während des Studiums lernte er schliesslich Thomas Oberholzer kennen. Das Erfolgstrio hatte sich gefunden.

Nach dem Studium, das er als Jahrgangsbester abschloss, folgte er seinen Kollegen Oberholzer und Koller, und arbeitete drei Jahre lang bei der Helbling Technik AG an verschiedensten Projekten. Doch schon bald packte ihn wieder das das Reisefieber. Während der einjährigen Weltreise, gemeinsam mit seiner Frau, festigte sich der Wunsch nach Selbständigkeit. Inspiriert als jüngster von fünf Brüdern, die es alle erfolgreich in die Selbstständigkeit geschafft hatten, war die Hürde gering – trotz seinem kleinen Sohn, der eben das Licht der Welt erblickt hatte. Während die Ideen des Trios immer konkretere Formen annahmen, arbeitete Martin Gadient bereits drei Jahre lang erfolgreich als selbstständiger Entwicklungsingenieur. Das Trio quartierte sich schliesslich in einem Bürocontainer in Eschlikon ein, und die KEMARO AG wurde gegründet. “Wir wollten ein Produkt entwickeln, das technisch ausgereift, kompakt, robust und anwenderfreundlich ist. Ein Produkt, mit dem auch wir jeden Tag gerne arbeiten würden. Alles sollte zusammenspielen.” Die Schere zwischen Qualitätsdenken und Ressourcenknappheit war in all den Jahren die grösste Herausforderung. Um genügend Platz für den Bau der ersten Robotergeneration zu haben, zogen Sie in einen Keller mit Startup-üblichem Garagentor an der Bahnhofstrasse 55 in Eschlikon um. Nach der ersten Finanzierungsrunde konnten Mitarbeiter eingestellt werden und Martin Gadient erfuhr echtes Commitment durch die Teammitglieder. “Erst zusammen wurden wir zu einem richtigen Unternehmen.” Der Umzug ins Parterrebüro war ein weiterer Meilenstein. Noch heute freut sich Martin Gadient über das Tageslicht. „Die zwei Jahre im Keller halfen zwar sich zu fokussieren, aber ein Vergnügen war es keines.“ Als realistischer Optimist des Trios war ihm klar, dass mit smarter Arbeit der Erfolg kommen würde, auch wenn der Weg zu Beginn extrem lang schien. Für die Zukunft sieht Martin Gadient viele Möglichkeiten mit der erarbeiteten Technologie und der gesammelten Erfahrung. Die autonome Bewegung sei auf verschiedenste Bereiche anwendbar. “Die Zukunft wird rosig und sauber glänzend!”